Sonntag, 18. Oktober 2015

Schocktober - Horrorctober - Halloween - Filmvorschläge

Hier folgt nicht viel Geschnacke! Lediglich eine kleine Halloween-Liste für euch und kurze, aber knackige Beschreibungen/Genrezuordnungen für den groben Überblick.



1 .Teenhorror:

The Loved Ones

Prom King and Queen mal anders.

2. Slasher:

Haus der 1000 Leichen/The Devils Rejects

Clowns, Leichen, Psychospielchen - Der Lifestyle einer glücklichen Slasher-Familie.

3. Klassiker:

Friedhof der Kuscheltiere

Denn manchmal kommen sie wieder.

4. Slasher:

The Woman

Eine junge Frau befreit sich gekonnt und willensstark aus den Ketten der Zivilisation, die ihr aufgedrückt wurden.

5.Schwere Kost:

Antichrist:

Familienglück in der Natur sieht anders aus.

6. Komödie:

Juan of the dead

Zombies schnetzeln mit Fun

7. Für Zartbesaitete:

A Tale of Two Sisters

Familiendrama

8. Familientauglich:

Coraline

Süße Knopfaugen und Parallelwelten.

9. Drama:

The Battery

Ein etwas anderer Zombiefilm, der einen unerwartet betroffen zurücklässt.

9. Awkward:

Funny Games

Niemals hat ein Film euch so wütend gemacht, versprochen.

10. Monster:

The Descent

Sportlicher Mädelsabend mit Herrenbesuch.

11. Supernatural/Human Mind:

Jacobs Letter

12. Nomnom:

We are what we are

Familienglück auf dem Dorf mit leckeren Rezepten zum Nachkochen.

13. Quickie:

Aftermath

Jemand, der seinen Job über alles liebt.

14. Mindfuck:

Martyrs

Geschnetzel mit unerwarteter Wendung




Mittwoch, 14. Oktober 2015

Rival de Loop - Fashion Look Contouring Platette

Endlich! Eine komplette Contouring Palette ist in die Drogerie eingezogen, wenn auch leider nur für kurze Zeit.




Mit der "Fashion look contouring palette" hat Rival de Loop bei mir genau ins Schwarze getroffen. Ich konnte es erst gar nicht fassen, als ich plötzlich vor dem Aufsteller stand. Dass diese LE erscheint, ist völlig an mir vorübergezogen.
Erst war ich etwas zaghaft, weil ich eben noch auf keiner Plattform irgendwas zu diesem Produkt vernommen habe, aber ich musste natürlich einfach zuschlagen.

Verpackung:

Die Aufmachung der Palette gefällt mir äußerst gut. Sie wirkt edler als das restliche Sortiment von Rival de Loop und ist in einem schlichten Schwarz gehalten. Lediglich der Name der Palette, die Marke und der Name der LE sind auf der Vorderseite, in feiner, weißer Schrift aufgedruckt. Auf der Rückseite ist eine Anleitung zu finden, die einem genau erklärt, welche Farbe für welchen Teil des Gesichts zu benutzen ist.

Konsistenz und Auftrag:

Die Konsistenz ist wunderbar cremig. Alle drei Töne lassen sich leicht auftragen und mit einem Contouring-Pinsel spielend einfach verblenden. Man muss keine Angst haben, dass man zu viel Produkt erwischt, und kann Schicht für Schicht seine gewünschte Intensität aufbauen.

Da die Palette cremig ist, könnten Menschen mit fettiger Haut oder fettiger T-Zone allerdings Probleme bekommen.

Die Farben:

Der erste Ton ist ein aschiges Braun, das sich wunderbar zum Konturieren von Wangen und Nase eignet.

Der zweite Ton ist ein warmes Braun, mit dem man schnell und einfach seinem Gesicht mehr Dimension und Wärme verleihen kann.

Der dritte Ton, ein helles Beige, eignet sich hervorragend um die untere Augenpartie zu highlighten und enthält keinen Orangestich.

Leider gibt es die Palette in keinen weiteren Farbausführungen, aber für die meisten sollte diese Farbauswahl passend sein.

Preis:

Zu der tollen Qualität kommt noch der wirklich mehr als faire Preis von 3,99€.

Fashion look Infos:

Zu der "Fashion look" Limited Edition gehören desweiteren ein Setting Powder, ein Konturpinsel, ein Augenbrauen-Set, ein Eyeliner Pen und ein Highlighter Pen.

Bis auf den Highlighter Pen sind alle Produkte vegan und finden könnt ihr die LE in allen Rossmannfilialen.

Fazit:

Ich kann das Produkt wärmsten empfehlen und hoffe, dass Rival de Loop in naher Zukunft eine Contouring Palette ins feste Sortiment aufnimmt und andere Drogeriemarken dem wirklich guten Beispiel schnell folgen.

Samstag, 4. Oktober 2014

Zum "Horroctober" ein kleines Anekdötchen


Horrortraumata in jungen Jahren:

Mir hat eine filmische Umsetzung von Stephen das Fürchten gelehrt. Mit zarten acht Jahren habe ich, wie des Öfteren, bei meinem Cousin übernachtet. Wir überlegten, was wir dummes anstellen könnten, blätterten gelangweilt in der TV-Zeitung und ruggi zuggi fiel der Blick auf ein Schlagwort: „Friedhof“.,.“Friedhof der Kuscheltiere“- Na das hört sich doch nach purer Freude, Ponyhof und Spaß an. 

Schnell noch gewartet bis alle fein am Schnarchen sind und dann klammheimlich an den Fernseher gesetzt. Alles noch dufte und knorke…bis der kleine Junge vom Laster erfasst wurde und man nur den kleinen Schuh fliegen sah. Da dachte ich mir dann das erste Mal so: „...HMM ;_;..“ Doch als dann Zelda auftauchte, in ihrer Kammer, abgemagert, krank, mit einer grün-gräulichen Hautfarbe und sich die Wirbelsäule so sehr abzeichnete, als wenn ihre Haut nur ein dünner Fetzen Pergamentpapier wäre, da war‘s dann doch mit mir vorbei.

Den Film haben wir zu Ende geguckt, aber ein neues Horrortrauma ward geboren! Danach konnte ich sicher bis ich 14 war, keine Filme mehr gucken, die auch nur im Ansatz etwas mit Angst oder dergleichen zu tun hatten. Ich wollte meinem Trauma dann mit „der Mumie“ entgegenwirken. Der freundliche Kinomann wies mich noch darauf hin, dass ich noch nicht alt genug sei, aber PAH! Ick bin KUHL und habe keine Angst, erst recht nicht, wenn meine älteren Freunde dabei sind!... Ich habs nicht mal bis dahin geschafft, die Mumie auch nur erblicken zu können x-D. Schluchzend verließ ich den Saal, der Kinomann lachte sich eins ins Fäustchen und ich zog gedemütigt von dannen. 

Zwischenzeitlich wurde mein Trauma noch durch Resident Evil genährt. Das hat mir übrigens mein Vater, freudestrahlend, mitgebracht. Ich packte es leicht zögernd, aber doch mit Freude aus, sah dann im Spiel einen Zombie umme Ecke kommen, der sich fröhlich labend über einen Mann hermachte und dachte mir auch da schon: „HMMM…;_;“ spielte aber noch weiter. Als DANN noch die Dobermänner durch die Scheiben gesprungen sind, bin ich doch dezent und sehr männlich schreiend vom Stuhl gefallen. Daraufhin habe ich den Zombie, auf der Verpackung, mit Papier überklebt und das gute Stück (gaaanz weit hinten) im Schrank verstaut. 

Horror-Filme liebe ich mittlerweile, aber Horror-Spiele kann ich bis zum heutigen Tag nicht anrühren. Was mir das kleine, verfettete Herzchen bricht.

Ich freu mich übrigens schon wahnsinnig auf Halloween. Ich hab vor als Alice aus Alice Madness Returns zu gehen. Mein Budget ist leider mehr als knapp und mal sehen, ob ich überhaupt ins Kleid passe, das ich mir bestellt habe xD. Ansonsten schmink ich mich einfach wie immer, setz mir meine Katzenohren und betrinke mich - wie sonst halt auch. 

Steht ihr auch so auf Halloween oder habt ihr lustige Geschichten über Horrortraumata zu vertellen? :D

Neko-chan <3

Sonntag, 21. September 2014

Bioshock Infinite: Ein wunderschöner Mindfuck


Story:

Bioshock Infinite fängt so an, wie wir die Bioshock-Serie kennen. Wir finden uns auf dem Meer wieder und es herrscht tiefe Nacht. Dieses Mal sind wir auf einem Boot mit zwei interessanten Gestalten, die uns zu einem Leuchtturm bringen. Dabei witzeln sie umher, reden an uns vorbei und tun so, als wäre das alles eher ein Spaß als alles andere. Auf dem Schoß haben wieder einmal eine Kiste. Deren Inhalt besteht aus diversen Zetteln, einer Waffe und aus einem Bild, das ein junges Mädchen zeigt, das wir nach New York bringen sollen. Warum, wieso, weshalb? Tja, wenn wir das nur wüssten.

Angekommen, erklimmen wir den Leuchtturm und entdecken schon unser erstes Unheilvolles Omen. Ein Mann sitzt zu Tode geprügelt auf dem Stuhl. Wir sammeln ein bisschen Geld ein und gehen auf die Spitze des Turms, auf der uns unser erstes Rätsel erwartet: Wir müssen drei Glocken in einer bestimmten Abfolge erklingen lassen. Da wir aber die Zahlencombo am Mann haben, keine große Sache. Plötzlich scheint der Himmel in Flammen zu stehen, lautes Horngeschrei lässt die Erde erzittern. Der Himmel scheint mit uns zu kommunizieren, aber nicht auf die angenehme Art. Eine Glocke öffnet sich und wir sollen wieder einmal Platz nehmen. In Bioshock Infinite geht es allerdings nicht nach Rapture, in die tiefsten Tiefen des Meeres, es geht in die entgegengesetzte Richtung: "Bis zum Himmel und noch viel weiter".

Oben angekommen wartet scheinbar das Paradies. Alles ist in strahlende Töne gefasst, die sich mit dem grellen blau des Himmels umscheicheln lassen. Als erstes erkunden wir eine Kirche. Kurz darauf finden wir einen Pater, der eine Predigt vor versammelter Mannschaft hält. Der einzige Ausweg liegt hinter ihm und wir kommen nur durch, wenn wir uns taufen lassen. Was eben alles noch einfach himmlisch wirkte nimmt nun erste bizarre Züge an, denn der Pfaffe scheint uns nicht gerade wohlgesonnen zu sein und die Taufe gleicht eher dem Versuch eine Katze zu ersaufen. Gereinigt aber ohnmächtig wachen wir einem Garten auf und die Reise, das Mädchen zu finden, um die Schuld zu tilgen, beginnt.

Welcome to "Heaven" - Welcome to Columbia

Elizabeth:

Die gute Seele des Spiels, um die sich alles dreht. Anfangs ist sie für uns nur ein Job, aber ich kann wohl schon vorweg nehmen, dass Elizabeth mehr wird als nur ein banaler Auftrag. Die Entwickler haben wirklich tolle Arbeit geleistet. Sie wirkt keine Sekunde, wie ein Computeranimierter Sidekick, eher wie eine gute Freundin, die uns auf sehr viele Arten Türen öffnet. Ob wir nun gerade Medizin brauchen, Munition, Geld oder ihre Fähigkeit Schlösser zu knacken, Elizabeth ist immer da und dabei nie im Weg. 

Atmosphäre:

Die Atmosphäre ist wohl einer der größten Pluspunkte, die Bioshock Infinite zu bieten hat. Columbia ist optisch einfach das Paradies. Man kann Stunden damit verbringen die Jahrmärkte, die Stadteile und Läden zu erkunden. Alles sieht einfach toll aus und man möchte kein Detail verpassen. Ich würde sagen, dass die meiste Zeit eben diese Optik das Spiel zu einem großen Teil trägt, da man bis zum Schluss des Spiels eigentlich keine Ahnung hat, worum es geht und was man eigentlich gerade macht. 

Gameplay:

Bioshock Infinite ist ein First Person Shooter. Es wird allerdings nicht nur geschossen, sondern es stehen uns diverse Tränke, die Vigors zur Verfügung, die uns gewisse Fähigkeiten verleihen. Von der Möglichkeit einen Schwarm Raben auf Feinde zu feuern, über die Feinde brennen zu lassen oder durch Krankenarme gefechtsunfähig zu machnen, ist alles dabei. Insgesamt gibt es acht Tränke, die im Laufe des Spiels gefunden werden können.

Zudem steht uns für den Nahkampf noch das Sky-Hook zur Verfügung, dass an unserem Arm befästigt ist. Da ich vorher noch keinen Shooter gespielt habe, war diese Waffe mein bester Freund. Hauptsächlich bedient ihr die Tasten W,A,S,D, Umschalt, linke und rechte Maustaste, alles wie gewohnt. Ein paar Tasten sind eher unglücklich belegt, aber das kann alles nach belieben umgestellt werden.

Der Schwierigikeitsgrad: Ich weiß, dass dieser ein großer Kritikpunkt des Spiels ist. Denn selbst auf schwer soll dieser alles andere als das sein. Dafür bin ich um so fröhlicher, denn selbst als absoluter Shooter-Noob, hatte somit die Chance ein wundervolles Spiel zu erleben

Ein weiterer Minuspunkt ist, dass die Story nur schleppend vorankommt. Bis zum Schluss der circa 13 Spielstunden steht man eigentlich permament auf dem Schlauch. Bei Stunde 10 hatte ich persönlich ein kleines Tief und war von den immer selben Abläufen und Aufgaben etwas genervt. Das hatte sich aber schnell wieder erledigt. Die Hauptpersonen Booker und unsere gute Hälfte Elizabeth tragen das Spiel sehr gut und durch die immer neuen Fragen, die permament in den Raum geworfen werden, will man einfach so schnell wie möglich wissen, wie sich das alles erklären lässt.

Elizabeth und Booker DeWitt fallen in Bioshock Infinite gern mal irgendwo runter

Meinung:

Selten war ich schon vom ersten Moment so von einem Spiel gefesselt. Die Optik ist einfach atemberaubend, so schön, dass ich glatt schon ab der fünften Minute ein feuchtes Äuglein bekommen hätte. Das ganze Spiel ist ein einziges Erlebnis. Unser Side-Kick Elizabeth ist bezaubernd, eine große Hilfe und wächst schnell ans Herz. Der Soundtrack geht unter die Haut und die Optik ist eine einzige Augenweide.Die Kirsche auf der Torte ist natürlich die Story, die mir persönlich eine schlaflose Nacht beschert hat. So viele Gedanken, die es zu ordnen gibt, so viele Fragen, die man stellen kann. Youtube-Videos zur Story-Erklärung habe ich noch und nöcher geguckt und auch versucht mir meinen eigenen Reim zu machen. Das hört sich jetzt so an, als wäre das Ende offen und unbefriedigend, aber in Wahrheit ist einfach nur mehr als komplex. Man kann Bioshock mit einem spielbaren Inception vergleichen. Selten habe ich Lust gehabt, ein Spiel SOFORT noch mal zu spielen, nur dieses Mal mit bereits geöffneten Augen.
 

Also, auf gehts!

Donnerstag, 18. September 2014

"Sin City (2) - A Dame To Kill For": Ein Wiedersehen das neun Jahre auf sich warten lassen hat


Ich muss zugeben, dass ich große Bauchschmerzen hatte, als ich damals vernehmen musste (durfte), dass es einen zweiten Teil zu Sin City geben wird. Auf der einen Seite habe ich mich tierisch gefreut und auf der anderen habe ich Blut und Wasser geschwitzt, denn es gibt mehr als ein gutes Beispiel für dämliche, lieblose Fortsetzungen. Gehört Sin City dazu?

Während der letzten Monate habe ich mir nichts weiter zu "A Dame To Kill For" durchgelesen. Ich wollte mich weder zu sehr hypen noch mir den Spaß verderben lassen. Gestern habe ich mich doch hinreißen lassen und ein paar Kritiken angelesen. Leider fielen diese eher negativ aus und meine überwiegende Freude sank rapide. Bei 17 Euro, die man für einen Kinobesuch hinblättert, kann einem schon mal schlecht werden, wenn man weniger erfreuliche Artikel über einen Film liest.

Mit meiner Freundin im Schlepptau habe ich mich gestern also auf die beschwerliche Reise ins Kino, zur Men's Night", gemacht (ICH HABE KEIN BIER BEKOMMEN, NUR WEIL ICH BRÜSTE HABEN, FRECHEIT, aber das nur am Rande). Ich glaube, dass ich und meine Freundin tatsächlich das einzige weibliche Duo waren. Zur Feier des Tages hüpften noch zwei blonde (schnarch) Playmates durchs Kino und es gab ein eher trauriges "Vorprogramm" mit einem kleinen Spiel, für ein paar Männer. Nach gefühlten Stunden konnte es dann losgehen. 

Regie führte wieder Robert Rodriguez.  Das Script setzt sich aus den zwei Graphic Novels "Just Another Saturday Night" und "A Dame to Kill For" von Frank Miller zusammen. Nachdem schon 2006 bekannt gegeben wurde, dass das Script zum zweiten Teil steht, hat es  8 Jahre gedauert, bis Sin City 2 es in die Kinos geschafft hat. Eigentlich kein gutes Zeichen für ein Projekt. 

Es folgen Spoiler während der Episodenauflistung.

Episoden:

Marv ist der selbe alte, versoffene Bad Boy mit dem Herz am rechten Fleck
Sin City 2 startet mit unser aller Liebling Marv (Mickey Rourke). Es hat sich weder viel in der Stadt der Sünde noch in Marvs Leben geändert. Er ist ein kleiner Raufbold, wie eh und je. Der Film startet mit einer Szene, die Marv zeigt, wie er irgendwo im Nirgendwo steht und krampfhaft überlegt, wie er es geschafft hat, wieder einmal, inmitten von Leichen zu stehen. Ein Rückblick auf die vergangene Nacht erfolgt. Eine Bande verwöhnter Collage-Kids zündet zum Spaß Obdachlose an, was unser rauer Freund durch Zufall mitbekommt und gar nicht lustig findet. Die wilde Jagd verschlägt alle nach Old Town, wo den verwöhnten Blagen schnurstracks in alter Manier der Garaus gemacht wird. Die Anfangszene ist okay - kein WOW-Effekt. Marv ein bisschen ausrasten zu lassen ist zwar schön und gut, aber besonders stark empfand ich die ersten Minuten nicht. Trotzdem hat man sich wieder heimisch gefühlt.

Die Femme Fatale, die die Männerwelt um den Verstand bringt
Im Hauptteil A Dame To Kill For dreht sich alles um Dwight Mccarthy , der nun von Josh Brolin gespielt wird und  um seine Ex-Geliebte Ava (Eva Green). Vier Jahre hat sich diese nicht bei ihm gemeldet und so, wie es scheint hat das auch mehr als triftige Gründe. Sie bittet Dwight flehend um Hilfe, beteuert, dass sie ihn immer geliebt hat und sie in ihrer jetzigen Ehe misshandelt wird und seine Hilfe braucht. Sie will doch eigentlich nur zu ihm zurück. Ava verkörpert die ultimative Form der schwarzen Witwe und bringt alle Männer im wahrsten Sinne um den Verstand und das alles nur um ihre eigenen Vorteile auszuspielen und zum Spaß der Manipulation. Das bleibt allerdings nicht ungesühnt. A Dame to Kill for spielt vor den Ereignissen des ersten Sin City.

Charmanter Lucky Boy auf Rachefeldzug
Im dritten Teil rächt sich Johnny (Joseph Gordon-Levitt), der nach eigenen Aussagen nie verliert, an seinem Vater, während eines Pokerspiels. Doch Johnny hat die Rechnung ohne seinen skrupellosen Erzeuger gemacht, für den Blut nicht dicker ist als Wasser. Leider war diese Episode, die schwächste für mich. Levitt lernt am Anfang eine Stripperin kennen, der es im Verlauf der Story nicht sooo gut ergeht. Leider nimmt einen das Geschehen überhaupt nicht mit, da diese nur für einen sehr kurzen Zeitraum ein kleines Dummchen verkörpert. Johnnys Gefühlsausbrauch lässt den Zuschauer kalt, da einach keine überzeugende Bindung beschrieben wurde. Auch das Ende der Episode ist eher schwach und führt zu nichts. Die Dialoge während der Pokerspiele sind leere Floskeln, bieten wenig Aufschluss und lassen einen den Storystrang recht schnell vergessen.

Die süße, kleine Nancy verliert allmählich den Verstand
Im vierten und letzten Teil kehren wir zu unserer guten Nancy (Jessica Alba) zurück. Diese ist nach Hartigans (Bruce Willis) Tod nur auf Rache am Präsidenten der Stadt aus, sie trinkt zunehmend und scheint mehr und mehr den Verstand zu verlieren, angesichts des Verlustes, den sie zu verschmerzen hat. Mit Hilfe von Marv macht sie sich als sexy Vamp auf einen persönlichen Rachefeldzug gegen das Herz von Sin City auf.


Der Doc hat eine ausgeprägte Drogensucht entwickelt

Starauftritte:

Als persönliches Highlight habe ich den Auftritt vom "Doc" aus "Zurück in die Zukunft" empfunden. Christopher Lloyd ist im Film ein alter, versoffener, drogenabhängiger Hinterhof-Arzt, der Johnny wieder herrichten soll, nachdem dieser übel zugerichtet wurde. Eine gelungene Vorstellung und trotz der geringen Leinwandzeit eine Szene, die im Gedächtnis bleibt. Einen weiteren Auftritt hat Lady Gaga als Kellnerin in einem kleinen Imbiss, die Johnny den Dollar gibt, den er braucht, um seinen Rachefeldzug gegen seinen Vater wieder aufnehmen zu können. Für mich nicht weiter der Rede wert, hat aber auch nicht gestört. 

Was könnt ihr erwarten?:

In Sachen Brutalität braucht sich das Sequel nicht hinter dem ersten Teil zu verstecken. Es gehen fast schon lächerlich viele Scheiben im Film zu Bruch. Augen und Köpfe werden am Stück zermatscht, Miho legt in ein paar Minuten eine beachtliche Zahl an abgetrennten Köpfen hin und Fäuste sprechen sowieso die meisten Sätze. Ab und zu ist man sich allerdings nicht ganz sicher, ob das purer Ernst sein soll oder eine lustige Hommage an Genre-Brüder. Sin City 2 bietet aber ebenso wundervolle Bilder, die besondere Ästhethik des Fims hat seinen Reiz nicht verloren. Die schwarz-weiß Szenen ziehen einen in die düstere Tristesse der Stadt sofort ein, die BonBon-Akzente fesseln die Blicke und zerschundene Körper sehen eher nach einer abscheulich schönen Kunst und nicht nach brutaler Gewalt aus.

Nach 9 Jahren des Wartens ist er nun also da, der zweite Teil zu der hervorragenden Comicumsetzung zu Frank Miller's Sin City. Dass Dwight nun nicht mehr Clive Owen sondern von Josh Brolin verkrörpert wird hat mir im Voraus ehrlich gesagt am meisten Bauchschmerzen bereitet, aber schon nach den ersten Minuten habe ich das zu meiner eigenen Überraschung weitestgehend vergessen und konnte mich ganz fallen lassen. Für mich also im Nachhinein kein wirkliches Manko. Weitaus mehr hat mich gestört, dass es Bruce Willis nur vereinzelt als visuelle Erinngerung zu sehen gab. Gut, er ist tot, was will man da anderes erwarten, aber eine kleine Auffrischnung des Schmerzes, den Nancy seit jeher durchlebt, mit einer größeren Szene, hätte nicht geschadet. 


Fazit:

Sin City 2 ist nicht so gut, wie der erste Teil, er erfindet nichts neu und ist trotzdem, gerade durch die vielen sympathischen Auftritte durch Marv, ein guter Nachfolger. Sicherlich schwingt auch ein Hauch Nostalgie mit, wenn man diesen Sündenpfuhl wieder betritt und all die Figuren nach knapp 9 Jahren wiedersieht. Die vergangene Zeit ist aber gleichzeitig ein Kritikpunkt. Denn nach neun Jahren hätte die Story um einiges stärker sein können und müssen. Ich habe öfter mal gedacht, dass diese oder jene Szene doch sehr schwach ist im Vergleich zum Vorgänger. Aber der wirklich gut punktuierte dunkle Humor, die Action-Szenen, die Dialoge, das Setting, alles wirkt im Prinzip rundum stimmig und auch, wenn A Dame To Kill For den Zuschauer zu keinem Moment überrascht, geht man doch recht zufrieden aus dem Kino.

Die schöne, gefährliche Miho (Jamie Chung)  lässt ihrem Männerhass freien Lauf


Donnerstag, 4. September 2014

Colour B4 und Directions


Huhuuu,

heute geht es um meine Haare. Denn ich habe nach 10 Jahren endlich beschlossen mich von meiner schwarzen Haarfarbe zu trennen. Eigentlich hab ich schon seit 5 Jahren immer mal wieder Attacken, dass ich unbedingt eine andere Haarfarbe brauche. Ich war in Friseurläden, habe mich dort beraten lassen, mich gefühlte Monate durchs Internet gekämpft und mit Freundinnen unendliche Sitzungen abghalten, wie ich mein Schwarz loswerde. Natürlich lief es immer aufs Blondieren hinaus. Aber kurz vor dem endgültigen Entschluss habe ich immer wieder gekniffen. 

Kurze Haargeschichte:

Seit einem Jahr habe ich meine Haare nicht mehr gefärbt, sondern nur die Ansätze getönt. Da ich aber seit 10 Jahren jeden Monat gefärbt habe, sind die Pigmente natürlich sehr stark in meine Haarrinde eingedrungen und haben sich nie wirklich rauswaschen lassen. Mittlerweile habe ich schwarz/braune Haare. 

Eines Nachts hat mich wieder einmal eine „Ich muss meine Haare uuunbedingt färben“ Attacke ereilt und ich habe mir etliche Videos zum Thema "Haare aufhellen" angeguckt. Dieses Mal bin ich auf „Colour B4“ gestoßen. Dieses Wundermittel soll die Pigmente aus der Haarschicht ziehen, die Haare schon nach der ersten Anwengung deutlich aufhellen und das alles ohne Ammoniak oder Aufheller. Nachdem ich all die positiven Resonanzen dazu auf etlichen Bloggerseiten gelesen habe, war die Sache beschlossen und ich habe mir Colour B4 auf Kleiderkeisel bestellt.

Colour B4 gibt es aber auch in den bekannten Drogeriemärkten (Rossmann, DM, Budni). Zudem gibt es den Haarfarbenentferner in zwei Ausführungen: „Normal“ und „Extra“. Ich habe mich für Extra entschieden, da ich wirklich sehr dunkle Haare habe. Das Produkt kostet circa 13 Euro.


Anwendung:

Die Anwendung ist ausgesprochen einfach. Ihr habt drei Fläschen: Komponente A,B und C. Komponente A und B kippt ihr zusammen und schüttelt es dann für 30 Sekunden gut durch. Danach tragt ihr die Lösung wie eine Haarfarbe auf und lasst das Präparat für 30-60 Minuten einwirken. Um den Effekt zu verstärken solltet ihr euch Frischhaltefolie um den Kopf wickeln und Handtücher oder Mützen überziehen, da Colour B4 durch die Wärme verstärkt wirkt. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch über den gesamten Zeitraum eure Haare föhnen, um den maximalen Effekt zu erzielen. Die Frischhaltefolie hat übrigens den angenehmen Nebeneffekt, dass der immense Gestank etwas eingedämmt wird. Das Zeug riecht nämlich nach einer Mischung aus faulen Eiern und Fäkalien :D. nomnomnomnom

Nun kommt der nervige Teil. Ihr stellt euch unter die Dusche und spült das Haar über 10 Minuten lang mit warmem Wasser aus. Dann nehmt ihr die Komponente C und schäumt euer Haar gut ein, wie mit einem normalem Shampoo. Das lasst ihr dann eine Minute einziehen und spült wieder 10 Minuten lang aus. Zum Schluss nehmt ihr den Rest der Komponente C und schäumt euch ein letztes Mal kräftig ein und wascht wieder 5-10Minuten euer Haar aus. 

Danach könnt ihr ganz normal föhnen und das Ergebnis begutachten. 

Ich würde die Prozedur an einem Wochenende empfehlen, da euer Haar doch sehr stinkt. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Es ist auf jeden Fall heller geworden als ich erwartet hätte. Die Haare haben sich nach dem Waschen etwas trockener angefühlt und ich habe unter der Dusche ein paar Haare mehr als sonst verloren, aber keine dramatische Menge. Nach einer kräftigen Pflegerunde war alles wieder wie gehabt.

Hier ein paar Bilder zum Vergleich:

Vor der Behandlung im Sonnenlicht
Nach der Behandlung im Sonnenlicht
Im Kunstlicht

Weitere Infos zur Vorbehandlung der Haare und zur Anwendung:

Falls Colour B4 bei euch nicht richtig wirkt, könnte das daran liegen, dass ihr über die Jahre zu viele Produkte angewendet habt, die Silikone enthalten. Silikone füllen eure kaputten Haarstellen zwar auf, umschließen aber mit der Zeit das gesamte Haar und kann sogar die Kopfhaut versiegeln, was zu Schuppenbildung führt. Wenn euer Haar von nicht auswaschbaren Silikonen umgeben ist, sieht es zwar gesünder aus, kann aber keinerlei Pflegeprodukte mehr aufnehmen. Dadurch bekommt ihr wiederum schnell fettige und schlaffe Haare, die eigentlich kaputt sind.

Also vorher mit einem Tiefenreinigungsshampoo die Haare gut waschen und keine Pflegeprodukte anwenden, bevor ihr es entfärben wollt. Das Tiefenreinigungsshampoo ist allerdings kein Garant dafür, dass Haare, die über Jahre mit Silikonen "versiegelt" wurden das Produkt besser aufnhemen. 

Wenn ihr Silikonhaltige Produkte benutzt habt, solltet ihr eventuell 1-2 Monate auf diese Produkte verzichten und es dann mit Colour B4 versuchen. 

Directions:

Nach der Aufhellung habe ich versucht meine nun mittelbraunen Haare mit Directions zu färben. Ich habe mich hierbei für die Farbe "Midnight Blue" entschieden. (Diese hält nur auf gefärbten Haaren). 

Ich habe mein Haar noch einmal mit einem Tiefenreinigungsshampoo ausgewaschen, es handtuchfeucht abgerubbelt und angefangen die Farbe mit einem Pinsel (findet ihr günstig in Drogeriemärkten) aufzutragen. 

Die Farbe wurde gut aufgenommen, außer am Ansatz, da sind sie anscheinend zu gesund. Directions halten nur auf "kaputten" Haaren. Also auf Haaren, bei denen die Keratinschicht aufgebrochen/aufgerauht ist. Denn Directions legen sich lediglich auf die oberste Haarschicht und dringen nicht in diese ein. Somit ist es für die Farbe natürlich schwer auf einer spiegelglatten Oberfläche zu haften.

Für ein schönes blau sind meine Haare wohl noch zu dunkel. Rausgekommen ist ein schwarz/grün mit dem ich jetzt aber auch keine großen Probleme habe. Die dunkleren Töne sehen direkt nach dem Auftragen eh meist schwarz aus, mal sehen, wie viel heller es bei der nächsten Haarwäsche wird. Da Directions Tönungen sind, halten sie so um die 7 Haarwäschen, bis sie gänzlich aus dem Haar rausgewaschen sind.

Ich werde die Directions nun erst mal wieder rauswaschen lassen und es mit einer Blondierwäsche versuchen, bevor ich noch mal töne.

Bilder zu meinem ersten Directionsversuch:

Sonntag, 31. August 2014

Anime: Top 5 Für Einsteiger


Guckuck:

Während meines Praktikums wurde mir die Möglichkeit geboten ein Special über ein beliebiges Thema zu schreiben. Da es auf der Seite noch nicht all zu viel über Anime gab, habe ich mich gemeinsam mit meinem Chefredakteur dazu entschieden einen Anfänger-Guide für Anime-Interessierte zu schreiben. Leider konnte ich das Special aus ähm...Gründen nicht fertig stellen. Da ich momentan nicht die Möglichkeit habe einem weiteren Praktikum nachzugehen, möchte ich ein paar Teile aus dem Special auf meinem Blog veröffentlichen. Wäre ja schade, wenn es niemand lesen würde (wenn es hier vielleicht auch nur eine Handvoll liest, aber besser als keiner,wa?)

Hier folgt also eine Auflistung von 5 Serien und Filmen, die Einsteigerfreundlich sind. Ich habe die Entscheidung über die Auswahl übrigens durch nachfragen bei Freunden und in Anime-Foren getroffen.

1.Barfuß durch Hiroshima


Die Atombombe auf  Hiroshima hat viele Menschenleben gekostet. Barfuß durch Hiroshima erzählt die Geschichte aus Sicht von Gen mit biografischen Einflüssen
Handlung: 
Barfuß durch Hiroshima (jap. Hadashi no Gen) ist ein Manga des japanischen Künstlers Keiji Nakazawa. Der Anime erzählt die Geschichte des sechsjährigen Gen Nakaoka und seiner Familie während des zweiten Weltkriegs. Von Hunger und Angst geplagt, hat es die Familie um den jungen Gen nicht einfach, da der Vater eine anitmilitärische Grundhaltung hat, was in Zeiten des Krieges eine ehrenhafte, aber gefährliche Einstellung ist. Doch am 6. August um 18:45 soll die eigentliche Hölle für Gen erst losgehen. Die Atombombe trifft Hiroshima mit voller Wucht. Menschen werden vor seinen Augen pulverisiert, die Stadt liegt in Trümmern und der Junge ist auf sich gestellt.

Hintergrund:
Barfuß durch Hiroshima geht durch Mark und Bein. Der Autor hat in seinem Werk autobiografische Details mit einfließen lassen, was das Lesen und Sehen dieses Werks zu einem besonders tragischen Ereignis macht.

In Japan wurde die Geschichte 1773 im Shonen Jump Magazin veröffentlicht. In Deutschland erschien die Erstauflage des Manga 1982 unter dem Rohwolt Verlag. Millionen Exemplare wurden weltweit verkauft. Der Anime darf als starke Mahnung vor Krieg und Atombomben aufgefasst werden. Nakazawa hat mit Barfuß durch Hiroshima ein eigenes Genre gründen können, das „pāsonaru komikku“ , das Manga beschreibt, die autobiografische Züge aufweisen. 

 

2.Die letzten Glühwürmchen


Geschwisterdrama im zweiten Weltkrieg mit biografischen Einflüssen, das kein Auge trocken lässt

Handlung;

Während des zweiten Weltkriegs muss sich das junge Geschwisterpaar Seita und Setsuko durch ein vom Krieg zerrüttetes Japan kämpfen. Ihre Mutter haben die beiden bei einem Bombenhagel verloren. Kurz finden sie Unterschlupf bei einer Tante, die die beiden aber eher als Last empfindet und sie nicht weiter durchfüttern möchte. Daraufhin flieht Seita mit seiner geliebten kleinen Schwester in eine Höhle aufs Land, wo sie sich mit Betteln und Diebstählen versuchen über Wasser zu halten. Die zwei wollen die Hoffnung nicht aufgeben und Seita opfert sich herzzerreißend für seine Schwester auf. Das kalte Gesicht des Krieges kennt aber keine Gnade.

Hintergrund:
Die letzten Glühwürmchen (jap. Hotaru no haka) ist ein Film aus dem Studio Ghibli und wurde unter Regie von Isao Takahata verwirklicht. Die Geschichte basiert auf dem Roman „Das Grab der Leuchtkäfer“ von Akiyuki Nosaka, das stark autobiografische Züge aufweist. 

Auch dieser Film ist ein klarer Aufschrei gegen den Krieg. Selbst die größten Verfechter von Trickfilmen können sich diesem Meisterwerk nur schwer entziehen. Von vielen wird „Die letzten Glühwürmchen“ als "traurigster Film der Geschichte" getitelt. Zauberhafte Bilder bietet der Streifen ganz in Ghibli Manier, die einen kurzweilig den grausamen Hintergrund vergessen lassen, dem sich Seito und seine Schwester gegenüber stehen sehen. Doch die Wucht der Story lässt einem nur kurz eine gewisse Freude am Film. Tiefgehend, nagend, bitter und ungeschönt holt "Die letzten Glühwürmchen" die Zuschauer von den Sofas ab, um sie in das grausame Gesicht des zweiten Weltkrieges blicken und den Kampf beobachten zu lassen, den ein junges Geschwisterpaar allein ausfechten muss und dabei so tapfer und erwachsen daherkommt, dass man noch Tage danach mit den beiden auf Arbeit, in der Schule oder der Bahn sitzt und die Hoffnungslosigkeit dieser Jahre förmlich in allen Knochen spürt. 

Der Animationsfilm aus dem Hause Ghibli erreicht dabei eine enorme emotionale Intensität, so dass sich unabdingbar ein Gefühl der Betroffenheit, Traurigkeit und Fassungslosigkeit einstellt.“ Filmstarts

3.Tokyo Magnitude 8.0:


Die Angst vor einem Erdbeben dieser Stärke ist in Tokyo real und Tokyo Magnitude erzählt seine Geschchte so herzergreifen und mitnehmend, wie kaum eine andere Serie

Die einzige Serie unter meinen Top 5. Nicht, dass ich finde, dass Serien eine mindere Qualität aufweisen, nur denke ich, dass die meisten besser durch Filme gepackt werden können, als durch lange Serien, für die man ja auch ein gewisses Pensum an Zeit und Durchhaltevermögen an den Tag legen muss.



Handlung:
Der Sommer ist dieses Jahr heiß. Die Menschen schwitzen unter der Hitzeperiode und die dreizehnjährige Mirai hat gerade ihr Zeugnis erhalten, das weniger gute Noten aufweist. Die Sommerferien stehen an, aber es bleibt keine Zeit um in den Urlaub zu fahren, die Eltern sind beschäftigt, ihr kleiner Bruder nervt sie und auch sonst ist Marai gerade alles andere als glücklich. Und dann soll sie ihren kleinen Bruder auch noch auf eine Roboter-Ausstellung begleiten.

Nach der Ausstellung will ihr Bruder noch ein Mitbringsel für die Mutter kaufen. Mirai geht indessen ein Stück voraus und badet im Selbstmitleid, ganz wie man es von pubertären Mädchen kennt. Als sie auf einer Brücke ankommt und den Ausblick genießt, herrscht für einen Moment Totenstille und das verheerende Erdbeben setzt ein. Nach dem Beben sucht Mirai verzweifelt ihren Bruder und trifft dabei auf Mari, die sich ihr anschließt hilft. Gemeinsam treten sie die beschwerliche Reise nach Hause an.

Hintergrund:
Die Story basiert auf den Recherchen von Wissenschaftlern, dass es in den nächsten 30 Jahren in Tokio (mind.) ein Erdbeben der Stärke 7,0 geben wird (mit einer Wahrscheinlichkeit von 70%). Von den Japanern „The Big One“ genannt. Nachdem bereits die Küste 2011 von einem Erdbeben erschüttert wurde, auf den ein noch viel zerstörerischer Tsunami folgte, der tausende Todesopfer forderte, ist die Angst um ein vielfaches geschürt. 


Die Geschichte von Mari, Mirai und ihrem kleinen Bruder ist wirklich herzzereißend. Die Bilder sind erschreckend und von hoher intensität. Die Macher der Serie haben für eine genaue Umsetzung Tonnen von Daten gesammelt und sich mit der seismischen Thematik umfassen beschäftigt, um das Szenario so realistisch wie möglich inszenieren zu können. Man kann die Angst, die Hilflosigkeit, die Trauer und das Beben fast spüren. Bis zur letzten Minute hofft und bangt man mit den Protagonisten und fleht das alles ein gutes Ende nehmen wird. 

Das ein oder andere Auge wird hierbei auf jeden Fall nicht trocken bleiben und auch diese Serie wird einige noch ein paar Tage begleiten. Tokyo Magnitude zeigt realistisch das Drama auf, das sich nach dem Erdbeben in der Hauptstadt abspielen könnte. 
 

4.Akira:


Dystopisches Zukunftszenario das zu überzeugen weiß

Handlung:

“Akira” spielt im Jahr 2019 in “Neo Tokio”. Nachdem 1988, durch eine Atombomben-Detonation der dritte Weltkrieg ausgelöst wurde, herrschen in der Mega-Metropole gewaltige Gegensätze. Auf der einen Seite zeigt sich enormer Wohlstand und auf der anderen zerfällt das Konstrukt “Neo Tokio” gleichermaßen. In dieser Stadt der Kontroverse bekämpfen sich rivalisierende Motorradgangs, der auch Hauptprotagonist Tetsuo angehört. Bei einem Wettrennen gegen eine der Gangs fährt er einen kleinen Jungen mit greisenhaften Zügen an. Dem Jungen passiert allerdings nichts. Tetsuo wird hingegen schwer verletzt und von einem Militär-Hubschrauber ausgeflogen. Nach seiner Flucht aus dem Krankenhaus bemerkt Tetsuo, dass etwas anders ist: Er hat merkwürdige Kräfte entwickelt, die Machtphantasien in ihm wecken und mehr und mehr die Kontrolle verlieren lassen.

Hintergrund:
Akira ist ein Manga des Zeichners Katsuhiro Otomo. Der Manga und die Serie spielen gerade für Europa eine entscheidende Rolle, denn der Manga, die erste komplett veröffentlichte Reihe in Deutschland war. Da der Anime eine starke düstere Grundstimmung verbreitet und sehr sozialkritisch ist hat Akira, als erster Anime-Film, das Klischee der "japanischen Comics" in Deutschland brechen können und ist einem breiten Publikum öffentlich zugänglich gemacht worden. Gerade Erwachsene sind so mit dem Thema Anime erstmals in Kontakt gekommen.



5.Prinzessin Mononoke:


Bei San und Ashitaka werden aus Feinden - Verbündete, im Kampf um die Natur.

Handlung: 

Der Prinz Ashitaka, des Emishi Stammes, wird während der Verteidigung seines Dorfes durch ein Wildschwein das von Dämonen besessen ist verletzt und mit einem Fluch belegt, der tödlich endet. Auf der Suche nach Heilung macht sich Ashitaka in den Westen auf und findet die Heimat des Keilers, Nago. Dort verschlägt es ihn die Eisenhütte, die von Frau Eboshi geführt wird. In der vorheringen Nacht wurde diese von Wölfen und einem Mädchen namens San, das von diesen aufgezogen wurde, angegriffen. Ashitaka lernt San kennen und gerät in den Konflikt zwischen ihr und ihrem Rudel gegen Frau Eboshi, die auf Kosten der Natur nur eigenen Profit rausschlagen und den Gott des Walds töten will. Eine epische Schlacht zum Schutze der Natur und die Götter des Waldes beginnt.

Hintergrund: 
Prinzessin Mononoke zeigt in eindrucksvollen Bildern einen Kampf um die Natur auf. Auch wenn die Geschichte starke Verknüpfungen zu den japanischen Sagen aufweist ist ein Konflikt der die ganze Welt betrifft nicht von der Hand zu weisen. Der Kampf, die Natur und seine Geschichte zu schützen. Es gibt kein klares Gut gegen Böse Schema, beide Seiten werden beleuchtet und jeder will seine Interessen wahren. Mit einem unglaublich starken Soundtrack, tollen Bildern und der tiefgreifenden Hintergrund-Story, die zum überlegen anregt auf welcher Seite man eigentlich selber steht, ist Prinzessin Mononoke zu einem wahren Klassiker aufgestiegen, der nicht nur von Anime-Liebhabern gesehen werden sollte.

Prinzessin Mononoke hat etliche Preise abgeräumt, wie zum Beispiel bei den Japanese Academy Awards, den Preis als bester Film.